Minikredit – was ist das?

Minikredit während Corona

Eine kurzweilige finanzielle Notlage ist nicht außergewöhnlich und hat wahrscheinlich beinahe jeder schon einmal durchlebt. Um derartige kleine Engpässe aufzufangen, wurde für Privatpersonen der Minikredit auf den Markt gebracht. Trotz zahlreicher Angebote im Internet wissen viele Verbraucher nicht, was es mit einem Minikredit auf sich hat. Nachfolgend wird erklärt, was ein Minikredit tatsächlich ist, wer ihn aufnehmen kann und was es unter anderem bei der Kreditaufnahme zu beachten gibt. 

Minikredit statt teurem Dispokredit

Viele Menschen nutzen bei vorübergehendem Geldmangel den Dispokredit ihres Bankkontos und müssen aufgrund der extrem hohen Zinsen oftmals einen viel höheren Betrag aufwenden, um ihr Konto wieder aus dem Minus zu bekommen. Mit einem Minikredit passiert genau das nicht, denn ähnlich wie bei anderen Kreditarten fallen die Zinssätze bei Minikrediten sehr moderat aus. 

Minikredit während Corona
Ein Minikredit um die Coronakrise zu überbrücken ist eine beliebte Kreditmethode

Der Minikredit und seine Eckdaten

Ein Minikredit zeichnet sich zum einen durch seine im Durchschnitt vergleichsweise niedrigen Kreditsummen aus und zum anderen aufgrund seiner besonders kurzen Laufzeiten. Anders wie oftmals im Internet dargestellt, gibt es keinen Mindestbetrag, mit dem ein Minikredit startet. Gleiches gilt in Bezug auf die Länge der Mindest- und Maximallaufzeit. Sowohl die Höhe der Finanzierungssumme als auch die Länge der Laufzeit variieren je nach Kreditgeber. 

So gibt es beispielsweise Anbieter, die ihren Minikredit ab einer Darlehenssumme von 50 Euro anbieten und maximal nicht mehr als einen Betrag im hohen dreistelligen Bereich finanzieren. Die Laufzeiten bei diesem Beispiel spielen sich dann in einem Rahmen von Tagen bis längstens ein paar Wochen ab. Im Gegensatz dazu bietet der Markt wiederum auch Kreditgeber, die ihren Minikredit erst beginnend mit 1.000 Euro Finanzierungssumme möglich machen. Dieser weitaus höhere Kreditrahmen bedingt selbstverständlich längere Laufzeiten wie z. B. zwischen mindestens sechs Monaten und maximal drei Jahren.  

Das sind die Anbieter von Minikrediten

Da es sich bei einem Minikredit um ein Darlehen mit kurzen Laufzeiten handelt und sich die Kreditbeträge in der Regel maximal im unteren Drittel des vierstelligen Bereichs abspielen, verzichten viele der klassischen Banken auf die Aufnahme in ihr Portfolio. Den meist zu geringen Zinserträgen steht ein zu hoher Verwaltungsaufwand entgegen. Bedeutet, dass für viele Banken die Wirtschaftlichkeit als Kreditgeber solcher Minikredite nicht gegeben ist. 

Potenzielle Kreditnehmer sollten deswegen im Internet auf die Suche nach einem passenden Kreditpartner gehen. Der Finanzmarkt ist online im Segment „Minikredit“ wesentlich besser aufgestellt. Aufgrund der umfangreichen Auswahl an Kreditgebern im Netz ist es sinnvoll, wenn Interessenten sich vorab einschlägig informieren und online ein Vergleichsportal aufsuchen. 

Durch einen solchen Kreditvergleich lässt sich ziemlich schnell ermitteln, bei welchem Anbieter der gewünschte Minikredit am günstigsten ist. Allerdings sollte es dem Kreditnehmer nicht einzig nur um das günstigste Angebot gehen, denn auch bei einem Minikredit spielen die entsprechenden Konditionen und Voraussetzungen eine wichtige Rolle. 

Die Voraussetzungen und Bedingungen für einen Minikredit

Auch wenn es sich um die Aufnahme von einem Minikredit handelt, bedeutet das im Umkehrschluss nicht automatisch, dass diese Art von Darlehen gleichermaßen von jedermann zu bekommen ist. Kreditgeber von kleinen Kreditsummen möchten nämlich ebenfalls sicherstellen, dass sie ihr verliehenes Geld zzgl. der anfallenden Zinsen wirklich zurückbekommen. Um für einen Minikredit in Betracht zu kommen, muss der Kreditnehmer:

- die Volljährigkeit erreicht haben
- über ein in Deutschland geführtes Girokonto verfügen
- über die entsprechende Kreditwürdigkeit verfügen (Bonität)
- seinen Hauptwohnsitz in Deutschland haben

Grundsätzlich überprüft so ziemlich jeder Darlehensgeber vor der Kreditbewilligung, ob der Darlehensnehmer über die nötige Bonität verfügt. Dieser Nachweis wird meistens per Gehaltsabrechnung erbracht. Bei einem Minikredit ist die Höhe des geforderten monatlichen Einkommens abhängig vom Kreditgeber und dem gewünschten Kreditrahmen. Beinahe im gleichen Atemzug wird darüber hinaus auch eine Anfrage an die Schufa gestellt. Negativ abgefragte mögliche Kreditnehmer, also Menschen mit Schulden, bekommen in aller Regel auch keinen Minikredit. 

Minikredit von Privatpersonen

Personen, die nicht über die notwendige Bonität verfügen oder wegen bereits bestehender Schulden negativ in der Schufa gelistet sind, kommen ohne Weiteres auch an keinen Minikredit heran. Einzig Portale, auf denen sich Privatpersonen als Kreditgeber präsentieren, könnten da noch weiterhelfen. Hier erfolgt die Kreditvergabe meistens auf Basis von Sympathie und Empathie.

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Patrick

Studierter Finanzmathematiker welcher zum Thema Kredite bloggt.
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Von Patrick

Studierter Finanzmathematiker welcher zum Thema Kredite bloggt.

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